Netzwerk-Intensivbetreuung
Startseite
Hauptmenü
Startseite
Nachrichten
Fachbeiträge
Kontakte
Betreuungsangebote
Anmelden





Passwort vergessen?
DHG-Preis 2010 - Teilhabe ist unteilbar!

Die Deutsche Heilpädagogische Gesellschaft (DHG) vergibt DHG-Preis 2010

Teilhabe ist unteilbar!
Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten

Mit dem DHG-Preis werden regelmäßig hervorragende und innovative Ansätze in der Behindertenhilfe ausgezeichnet. Ziel des Preises ist es,

  • den Blick der Öffentlichkeit auf die Lebenslagen von Erwachsenen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf zu lenken,
  • Beispiele innovativer und guter Praxis bekannt zu machen und zu verbreiten,
  • Menschen zu ermutigen, neue Wege in der Unterstützung für diesen Personenkreis zu beschreiten.

Der DHG-Preis ist mit insgesamt 2000 Euro dotiert. Der erste Preis wird mit 1000 Euro, der zweite und dritte Preis mit jeweils 500 Euro honoriert.

Der DHG-Preis 2010 würdigt innovative Projekte, die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten in unterschiedlichsten Lebensbereichen erweitert und erschlossen haben.

Die Lebenslage von Menschen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten in Deutschland ist in besonderem Maße durch ihre Separierung in spezielle institutionelle Welten in allen Lebensbereichen (Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung) gekennzeichnet. Der Personenkreis bleibt wie kaum ein anderer mit seinen professionellen Unterstützern unter sich. Die Teilhabe an der Gesellschaft und an Innovationen in der Behindertenhilfe scheint ein utopisches Ziel.

Herausfordernde Verhaltensweisen (bspw. Fremdaggressionen, selbstverletzendes Verhalten, zwanghafte Verhaltensweisen, Weglauftendenzen, Ängste) stellen die Person selbst und ihre Umwelt vor erhebliche Probleme, die von den Beteiligten als äußerst belastend und nur schwer lösbar erlebt werden und sich zu Krisen entwickeln können. Oftmals führt dies zu extremer Isolation.

In der Vergangenheit wurde durch eine Individualisierung und Pathologisierung dieser Probleme das Hauptaugenmerk überwiegend auf eine Verminderung des als problematisch angesehenen Verhaltens gerichtet, weniger auf Veränderungen der Kontextfaktoren.

Probleme in der Kommunikation machen es oft schwer, die Bedürfnisse dieses Personenkreises zu erkennen. Dennoch arbeiten viele Begleiterinnen und Begleiter mit dem Ziel, diesem Personenkreis bessere Teilhabechancen zu eröffnen.

Eine zukunftsweisende Unterstützung von Erwachsenen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten hat sich am Individuum und an seiner Lebenswelt zu orientieren. Zentrale Aspekte sind:

  • Hilfen, die sich nach den Bedürfnissen und Wünschen ihrer Nutzer und Nutzerinnen richten,
  • eine Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe durch die Übernahme sozial geachteter Rollen und die Veränderung gesellschaftlicher Bilder dieses Personenkreises,
  • eine sozialräumliche Orientierung, die Inklusion bzw. die soziale Integration ermöglicht,
  • eine Gestaltung sozialer Beziehungen, die ein Höchstmass an Beteiligung und Mitbestimmung ermöglicht,
  • ein Sinn und Freude vermittelndes Miteinander, das freiwilliges soziales Engagement fördert.

Bewerbung

Für Ihre Bewerbung beschreiben Sie Ihr Projekt auf max. fünf DIN A4-Seiten. Falls Sie es wünschen, können Sie weitere Materialien beifügen. Einsendeschluss ist der 30.4.2010. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Rückfragen und Bewerbungen richten Sie bitte an:

Prof. Dr. Friedrich Dieckmann
Katholische Hochschule
Nordrhein-Westfalen
Piusallee 89, 48147 Münster
Email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Weitere Informationen zum DHG-Preis finden sie hier.